Sterbebegleitung beim Haustier

Sterbebegleitung

Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,
ich leb‘ in euch und geh‘ durch eure Träume.

(Michelangelo)
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Sterbebegleitung-Es gibt kaum ein schwierigeres Thema für Tierhalter, als die Frage wie sie ihrem Tier in der letzten Lebensphase helfen können.

Sterben allgemein ist ein Thema, bei dem wir gesellschaftlich „aus der Übung “ sind. Längst ist Sterben nichts mehr selbstverständlich zum Leben Zugehöriges. Mehr und mehr verschwindet es mit wachsenden medizinischen Möglichkeiten hinter den Kulissen von Krankenhäusern und Heimen. Berührungspunkte des Vorgangs des Sterben , auch unserer Angehörigen mit dem Leben werden so immer mehr auf ein Minimum reduziert.
So ist unsere Scheu begreiflich, wenn das Thema mit persönlichem Bezug in unser Leben hineinbricht, wie es das auch tut, wenn unsere Haustiere sich auf den letzten Weg machen.

Sterben geschieht allgemein in Phasen .
Wobei diese Phasen beim Tier weniger ausgeprägt sind, da es, im Gegensatz zu uns Menschen sich dem Sterben nicht bewusst entgegenstellt, weniger Kampf aus sich selbst um das Loslösen vom Leben stattfindet, das Tier zuguterletzt sein eigenes Sterben einfacher annimmt.

Es gibt kein Richtig oder Falsch in der Sterbebegleitung. Die Verfechter der Euthanasie-Spritze beim Tier urteilen gern, das das natürliche Sterben vermeidbares Leid beinhaltet. Doch wenn wir genau hinsehen, ist dieses Leid oft mehr ein Gespenst als Fakt. Es existiert in unseren Köpfen, als Angst vor Momenten, die wir uns ausmalen, aber über die wir schlussendlich nichts wissen können , da sie einzig in der letzten Phase des Lebens erfahrbar sind, in der wir uns aktuell selbst noch nicht befinden. Es existiert auch in unserer Interpretation von Gesehenem, dem das Empfundene fehlt, die eigene Erfahrung.

Kurz: wir können naturgemäß nicht 100% wissen, was in dem Sterbenden vorgeht.
Oft geht es um Vermeidung der eignen Angst vor dem Unbekannten, Unvorstellbaren.


Richtig oder falsch gibt es auch in der Art der Begleitung nicht. Da kann in manchen Situationen auch die Euthanasie-Spritze ein Weg sein, aber eben einer von vielen, und nicht der einzig, ausschliesslich richtige Weg. Zudem eben auch ein Weg, der nach meiner Erfahrung allerseltenst wirklich nötig ist.

Sterbebegleitung betrifft nicht nur das Tier. Begleitet will sich oft auch der Halter wissen. Denn das Loslassen, das betrifft eher nicht das Tier, das sich lösen kann, sondern den Halter. Das was er widerum loslassen darf, ist nicht sein geliebtes Tier, sondern eher seine Vorstellung von Kontrolle über Lebensabläufe. Sein Loslassen darf zu einer Hingabe und dem Annehmen des Lebens führen, des Lebens zu dem das Geborenwerden wie auch das Sterben gehört.

Das Wichtigste in der Sterbebegleitung ( Begleiter sind sie ja auch als Tierhalter, wobei mein Part eher der einer Unterstützung ist) ist, das Sterben in seinen Abläufen zu verstehen. Das Verstehen nimmt diesem natürlichen Prozess seinen Schrecken.

Homöopathie ist in der Lage, den Sterbeprozess hilfreich zu unterstützen und beeinflusst die Schmerzverarbeitung auf beeindruckende Weise.

Wieviel Unterstützung benötigt wird ist von Patient zu Patient grundverschieden. Auch sie als Tierhalter haben da sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Bei Sterbebegleitungen bin ich für sie rund um die Uhr und auch am Wochenende unter einer gesonderten Telefonnummer erreichbar.