…der Fellwechsel beim Hund

Hilfe, mein Hund zieht sich aus!

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Betrachtungen über den alljählichen Haarwechsel und seine Skurilitäten

Jedes Frühjahr aufs neue Hauptthema aller mir bekannten Hundehalter: Hilfe, mein Hund haart.

Gemeint sind damit die sich auf unseren Teppichen, unserer Kleidung, im Essen, und schlicht überall manifestierenden Abfallprodukte des Haarerneuerungszykluses…das abgestorbene alte Haar.

Liest sich harmlos? Ist es aber nicht, wenn man dem Aufstöhnen Glauben schenken will, welches alljährlich wiederkehrend durch die Hundehaltergemeinde klingt.

In der Freien Natur paßt sich die Dichte und Beschaffenheit des Fells den Umgebungsbedingungen an. Der Fellwechsel wird ausgelöst durch Temperatur und Tageslichtveränderung. Das heißt, im Frühjahr, wenn es wärmer wird, und die Tage länger, entledigt sich der Hund seines Winterpelzes…im Herbst, wenn es käler wird und die Tage kürzer, muß wieder ein dickerer Schutz für den Winter her, dazu muß die “Sommerbekleidung” erstmal ausgezogen werden.

Es gibt Hunderassen, die fast bis gar nicht abhaaren, z.b. Pudel und Yorkshire-Terrier. Diese werden meist geschoren. Und es gibt Hunde, rasseunabhängig, die soviel Zeit in beheizten Räumen verbringen, das sie fast das ganze Jahr kontinuierlich haaren.

Der gesunde Hund haart zweimal im Jahr, für 4-6 Wochen, im Frühjahr und im Herbst, schlimmstenfalls explodiert er förmlich, so das man befürchtet, morgends neben seinem gänzlich nackten Kameraden aufzuwachen. Manch ein Hundehalter hat schon ernsthaft drüber sinniert, ob man Hunde staubsaugen kann, und es wohl auch ausprobiert, nach dem Motto, dem Übel an der Wurzel begegnen, und nicht erst, wenn es sich in jeder noch so kleinen Ecke der Wohnung manifestiert.

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Was hilft?
Bürsten, bürsten, bürsten, damit wird das tote Haar effektiv entfernt, die Hautdurchblutung und der Stoffwechsel angeregt, so das das neue Fell optimal wachsen kann.

Ergänzend empfehle ich das Futter in dieser Zeit vermehrt mit kaltgepreßten Ölen und ungesättigten Fettsäuen (fisch, Lachsöl) anzureichern .

Krankhafter Haarausfall: ergänzen möchte ich, das der jährliche Fellwechsel klar abzugrenzen ist von krankheitsbedingtem Haarausfall. Die Haut und ihre Anhangsgebilde, Haare und Nägel /Krallen sind der Spiegel eines gesunden Stoffwechsels. Ist das Fell des Hundes dauerhaft struppig, glanzlos, besteht dazu Juckreiz oder “müffelt” der Hund plötzlich anders oder extremer, darf man sich an die Ursachenforschung machen. Vor allem Ernährungsbedingte Mangelerscheinungen, aber auch hormonelle Umstellungen können dafür verantwortlich sein. Bei stärkerer Ausprägung wird ein Blutbild helfen, der Ursache näher zu kommen.

In diesem Sinne, Augen auf und durch, es geht vorbei…bald glänzt der Kumpel wieder, und der Frühstückskaffe schmecht ohne Hundehaare deutlich besser